Bens erste Woche im neuen zu Hause

Hat Ben uns bereits alle im Griff? 

Wenn er schläft oder sich an uns kuschelt, wirkt er so sanft und brav. Doch Ben ist sehr gerissen, das steht fest, und seine Stratege ist äußerst wirkungsvoll! Gekonnt setzt er seinen Dackelblick ein, um sich bei uns einzuschleimen. Es fällt uns schwer, diesen kleinen braunen Knopfaugen zu widerstehen. Ignorieren wir seinen charmanten Blick, stupst uns Ben mit seiner feuchten Nase an, um seiner Aufforderung Nachdruck zu verleihen. Hat er uns rumgekriegt, wälzt er sich auf seinem Rücken hin und her, zappelt dabei mit allen 4 Beinen in der Luft herum und fordert uns auf, seinen Bauch zu kraulen. Ben versucht unwiderstehlich zu sein, er ist ein „charming boy“ und zugleich ein kleiner Teufel! 

Aber wir sind nicht von gestern, und so leicht lassen wir uns nicht veräppeln. Ermahnen oder schimpfen wir Ben, so blinzelt er meist unschuldig mit seinen treuen Augen, so als wollte er uns sagen :“ich hab doch gar nichts gemacht!“.

Cosmo tut mir fast ein bisschen leid! Offensichtlich hat Ben in seinem kurzen Leben gelernt, Menschen und Artgenossen auszutricksen. Ben ist ein Zwerg gegen Cosmo, er kann unter seinem Bauch und zwischen seinen Beinen hindurchlaufen. Wie ein Frechdachs fordert er Cosmo zum Raufen und Rennen auf, mal schlitzohrig durch Abschlecken oder rüpelhaft, in dem er Cosmo aus vollem Lauf in die Breitseite springt und dann abhaut. Manchmal lässt sich Cosmo auf eine Runde Raufen & Rennen durch Haus und Garten ein. Meistens versucht er jedoch, Ben durch Knurren und Bellen abzuwimmeln. Solange wir nicht einschreiten, bleibt Ben beharrlich. Cosmos Drohungen kontert Ben mit charmanter Unterwerfung. Er wirft sich zu Boden und dreht sich kurz auf den Rücken. Doch im nächsten Moment taucht er blitzschnell unter Cosmos Körper hindurch und schnappt spielerisch nach einem von Cosmos Fußgelenken und flüchtet in den Garten. Oder er tanzt Cosmo – im wahrsten Sinne des Wortes – auf dem Kopf herum. https://youtu.be/6L3JD5w89Ds

So lustig diese Spielchen auch ausschauen, es ist klar erkennbar, dass Ben versucht, seine Grenzen auszuloten, um Cosmo zu dominieren. Wir schreiten hier selbstverständlich ein, wenn es notwendig ist. 

Ben lernt gerade, dass er erst dann Futter bekommt, wenn er vorm Futternapf absitzt und das Kommando „Ok“ abwartet. Von Mal zu Mal klappt diese Geduldsübung besser, denn Ben ist pfiffig und kapiert schnell.


Ben ist heute bei uns eingezogen 

Er ist ein kleines Powerpaket aus Spanien, ein Dackel-Mix Rüde, knapp 1,5 Jahre alt und echter ein Charmeur, der noch über Tische und Bänke geht, um an Futter zu gelangen. Wir haben ihn heute aus dem Tierheim in Gießen abgeholt und er scheint sich nach wenigen Stunden bereits sehr wohl bei uns zu fühlen. Cosmo und Ben haben sich auf Anhieb verstanden, sind hier eben wie zwei geölte Blitze durch unseren Garten gerannt und haben sich mit hängenden Zungen ordentlich ausgepowert. Friedlich liegen nun beide auf der Terrasse neben mir und schlafen.

Wir freuen uns drauf, das kleine Energiebündel mit seiner neuen Welt vertraut zu machen und ihm dafür alles nötige beizubringen.




Experiment Liegerad

Ich komme gerade vom Nachbarn und bin sein Liegerad – ein Tieflieger – Probe gefahren bzw. habe es versucht. Ich sach nur : „Katastrophe“, ging gar nicht!

Erst mit den Füßen am Boden ein paar Meter geschoben, um ein Gefühl für’s Lenken zu kriegen. Das fühlte sich schon total instabil an und beim Versuch die Kurbel mit beiden Füßen zu treten, hab ich mich fast flach gelegt. Die Klickpedale einzurasten, hab ich mich nicht getraut, denn dann wäre ich mit Sicherheit umgekippt!

Ich hab’s nach 10 Min. aufgegeben und mich bedankt. Kann man sicher lernen, aber das reizt mich momentan absolut gar nicht, selbst wenn das die einzige Möglichkeit wäre, mein Sitzfleischproblem in den Griff zu kriegen. Lieber probiere ich noch weitere 10 Sättel aus.

Neu besohlt

Neu besohlt

Nachdem ich 4 Paar Laufschuhe wegen Altersschwäche ausgemustert habe, ist nun wieder Platz für Nachschub, der heute geliefert wurde und in den nächsten Tagen eingeweiht wird.

Brooks Ghost 8 für mittlere und lange Läufe


Adidas Adizero Adios Boost 3 als Wettkampfschuh und fürs Tempotraining

Mit Madame zum Waldcafé Dachsloch 

Herrliche Tour mit meiner Frau zum Waldcafé Dachsloch und wieder zurück. Unsere Akkus füllten wir kurz vor zu Hause im Gasthof Neuschäfer mit Schnitzel & Pommes sowie einem großen Radler/Weizenbier wieder auf.

Bike : 67 km | ± 555 Hm | 3:12 h | 20,9 km/h



Frankfurt Marathon 2016

Mein für 2016 gesteckes Ziel, eine komplette Brevet Serie bis 1000 km erfolgreich zu absolvieren, habe ich nicht erreicht. Bei 400 km war Schluss. Seis drum, mein Sitzfleisch hat mir zwar einen Strich durch die Rechnung gemacht, aber ich werde versuchen, dieses Problem bis nächstes Jahr in den Griff zu kriegen und dann einen neuen Versuch starten.

Wo sich eine Tür schließt, öffnet sich eine neue. Die Radsaison hält zwar mit dem „Sauerland extreme Radmarathon“, zu dem ich angemeldet bin, noch ein Highlight bereit, doch die Spannung ist – was das Radfahren betrifft – irgendwie raus! 

Ursprünglich hatte ich ohnehin vor, mich nach der Brevetserie auf einen Herbstmarathon, auf Frankfurt vorzubereiten . Doch dann verwarf ich dieses Ziel wieder, um mich nicht unnötig unter Druck zu setzen. Radfahren war mir zu diesem Zeitpunkt wichtiger. Nun hat sich das Blatt gewendet. Die Saison ist noch zu lang, um sie dahinplätschern zu lassen. Ich brauche in diesem Jahr definitiv noch ein anspruchsvolles Ziel und deshalb lasse ich den ursprünglichen Gedanken wieder aufleben, in Frankfurt eine neue Bestzeit zu versuchen. 

Mir bleiben 5 Monate Zeit, um mich läuferisch wieder in Form zu bringen. Und plötzlich bin ich wieder motiviert, all meine Energie ins Laufen zu investieren, nur um mich um ein paar Minuten zu verbessern. Noch vor wenigen Wochen hielt ich ein solches Vorhaben für absolut nicht lohnenswert, für reine Zeit- und Energieverschwendung, für schwachsinnig!

Aber was interessieren mich mein Geschwätz und meine Gedanken von gestern? ;-) 

Mein erstes 400 km Brevet – Warberg (ARA Ostfalen)

Das 400er Brevet in Warberg (ARA Ostfalen) war bisher mein längstes und trotz der erneuten Leidensgeschichte bezüglich meines Sitzfleisches zugleich mein schönstes!

Es herrschte allerbestes Radwetter ohne einen Tropfen Regen mit bis zu 25 Grad Celsius, was mir persönlich schon etwas zu warm war. Hartmut hatte ein Strecke genau nach meinem Geschmack zusammengestellt, abwechslungsreiche Landschaft, wenig befahrene Straßen mit überwiegend gutem Belag, ein permanentes Auf und Ab mit Steigungen bis maximal 10% und jede Menge Gelegenheiten, mit Druck auf den Pedalen die Kuh fliegen zu lassen. Nur auf die für meinen Geschmack deutlich zu viele Kopfsteinpflasterpassagen hätte ich gut gern verzichten können, denn bereits beim ersten Überfahren hat es meinen Garmin Navi aus der Halterung gerissen und in hohem Bogen durch die Luft katapultiert. Nach Einsammeln der Einzelteile stellte ich aber zu meiner Beruhigung fest, dass dieser den Sturz klaglos überstanden hat.  

Gestartet sind 31 Randonneure und ganz offensichtlich war ich in einer Hochburg von Liegerädern und Velomobilen gelandet. So viele „Lieger“ in unterschiedlichsten Formen und konstruktiven Ausprägungen hatte ich bisher noch nicht gesehen. Uwe und Günther, die im selben Quartier wie ich übernachteten, waren beide liegend unterwegs, Uwe mit Velomobil und Günther auf seinem Liegerad. Günther, der durch massive Sitzfleischproblme vom Rennrad aufs Liegerad umgestiegen ist, berichtete, dass er, wenn gar nichts mehr ging, mit zwei Radhosen übereinander gefahren ist. Dass dieser Tipp auch für mich am Ende des Tages Gold wert sein würde, wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. 

Pünktlich um 8:30 Uhr startete das Brevet. Diesmal war ich mittendrin, doch das Starterfeld zog sich schnell auseinander, so dass ich bereits nach kurzer Zeit allein in meinem Rhythmus pedalierte. Die beiden Velomobile mit Uwe und Hartmut am Steuer starteten mit einigen Minuten Verspätung, sausten aber bereits nach wenigen Kilometern in einem Affenzahn an mir vorbei.  

Ich fühlte mich richtig gut und auch ohne Powermeter und dem zu Hause vergessenen Pulsgurt fand ich bis zum Schluß die richtige Intensität, vielleicht sogar besser als mit beiden Hilfsmitteln. Ich fuhr spontaner als sonst, hatte mehr Freude am Fahren, weil keine Zahl mir ein schlechtes Gewissen bereitete, dass ich evtl zu viele Körner verpulvere und deshalb am Ende eingehen werde. Es gab Phasen, wo ich gemütlich rollte, manchmal zu zweit, überwiegend jedoch allein, aber auch solche, in denen ich richtig Druck machte, weil mich die Strecke dazu verleitete oder weil ich ob der Sitzbeschwerden möglichst schnell nach Hause wollte. Die Abfahrten nutzte ich meistens zum Ausruhen. 

Bis etwa 120 km war alles im grünen Bereich und ich wähnte mich bereits in trügerischer Sicherheit, dass ich diesmal von Sitzbeschwerden verschont werden würde. Eine falsche Hoffnung, wie sich kurze Zeit später rausstellte. Zwischen Kilometer 120 und 170 kamen und gingen die Beschwerden am Allerwertesten, allerdings in erträglichem Maße, so dass ich immer noch optimistisch war, genussvoll meinen ersten 400er nach Hause zu bringen. 

Nach einer kurzen Pause an Kontrollstelle 2, folgte ein ein etwa 70 km langer und schneller Streckenabschnitt, auf dem ich mich teilweise in einen Rausch fuhr und keinerlei Schmerzen am Hintern verspürte. Am liebsten wäre ich bis zur nächsten Kontrolle komplett durchgebrettert, denn die Straßen waren teilweise wie ausgestorben, so dass ich ungehindert, meist in Unterlenkerposition, Kilometer um Kilometer machte. 

Dennoch ließ ich es mir nicht nehmen, hier und da anzuhalten, um Fotos zu schießen, um Landschaftseindrücke festzuhalten. Dass sich meine Kohlehydratspeicher schneller als bei lockerem Pedalieren leerten, spürte ich am zunehmend aufkommenden Kohldampf. Im Geiste malte ich mir bereits ein deftiges Abendessen aus. An der dritten Kontrollstelle setzte ich den unterwegs gehegten Wunsch in die Tat um. Ich pausierte etwas länger und verleibte mir zwei Bockwürste mit Brötchen und Senf ein, dazu eine kalte Cola und als Wegzehrung nahm ich noch zwei Laugenbrezeln mit. Mein Wasserbedarf war bei den Temperaturen übrigens deutlich höher als sonst, ebenso der Bedarf an Zuckerplörre, deshalb gönnte ich mir an allen Kontrolltankstellen eine kalte Cola.

Mit gefülltem Magen und ausreichend Proviant an Bord ging es auf die vorletzte – 125 km lange – Etappe nach Oschersleben, durch den Osten in die Nacht. Etliche Höhenmeter waren auf dem Weg dahin zu überwinden. 

Das Durchfahren der Nacht empfand ich als total befreiend, wie im Flow glitt ich einsam dahin. Die Straßen waren leer und in den Dörfern, die ich teilweise im Affenzahn durchfuhr, herrschte bis auf wenige Ausnahmen Totenstille. Doch hier lauerten andere Gefahren, Kopfsteinpflaster und Schlaglöcher. Das war wirklich sehr unangenehm und nach dem Durchfahren eines tiefen Schlagloches glaubte ich schon, mein Vorderrad geschrottet zu haben. Doch die stabile Felge und die 28mm Pneus hatten den Schlag unversehrt überstanden, Gott sein Dank! 

Aber noch weniger erfreulich als der teilweise schlechte Fahrbahnbelag war das wieder zunehmende Brennen meines Allerwertesten. Wie schon beim 300er in Gießen konnte ich den Schmerzen nur durch ständiges Anheben des Hinterns oder durch Fahren im Wiegetritt entgehen. Das Sattlepack hat ich übrigens so fest verzurrt, dass es diesmal dem Wiegetritt unbeweglich standhielt.  

Nach knapp 300 Kilometern hatte ich die Faxen dicke und hielt an. Am Ende eines langen Anstieges machte ich mich im Scheinwerferlicht meiner Stirnlampe – etwas abseits vom Wegesrand – komplett nackig. Ich packte Feuchttücher, Handtuch, Sitzcreme und frische Klamotten aus und nachdem ich meine Wundstellen trockengelegt und versorgt hatte, schlüpfte ich in die trockene Radhose und in zwei wärmere Oberteile. War das ein herrliches Gefühl, in trockenen Klamotten durch die Nacht zu rollen, noch dazu mit fast beschwerdefreiem Hintern. Doch die Freude währte auch diesmal nur kurz, so dass ich mich bis zur letzten Kontrolle mit fast unerträglichem Brennen durchkämpfen musste. Die letzten 10 Kilometer bis dahin bin ich fast nur noch im Stehen gefahren. 

Am Nachtschalter der letzten Kontrolltankstelle holte ich mir den vorletzten Stempel ab, dazu eine kalte Cola, ein Flasche Wasser und eine Tafel Schokolade, die ich gierig verschlang. Und jetzt kam Günthers Tipp zum Einsatz. Ich kramte die feuchte Radhose aus meiner Satteltasche und zog sie über die andere drüber. Damit fühlte ich mich, als hätte ich Pampers an. Ich lud den Track des letzten 36 km langen Teilstückes auf meinen Edge und machte mich auf den Weg. Meine Beine zeigten keinerlei Ermüdungserscheinungen, im Gegenteil, sie gierten förmlich danach gefordert zu werden. Mit dem Doppelpack Radhosen am Hintern und ordentlich Druck auf den Pedalen raste ich Richtung Ziel. Der Hintern hielt still und zusätzlich entlastete ich ihn an nahezu jedem Hügel, die ich alle im Wiegetritt und dickem Gang wegdrückte. Zwar ist ein Brevet kein Zeitfahren, aber jetzt wollte ich auf jedem Fall unter 20 Stunden bleiben. Der Schnitt, der auf auf dem Weg nach Ochersleben an den zahlreichen Anstiegen merklich nach unten gegangen war, kletterte nun langsam wieder nach oben. 

Um kurz nach 4 Uhr in der Nacht erreichte ich erleichtert und sehr zufrieden das Ziel bei Hartmut in der Wohnstube. Hartmut verpasste mir den letzten Stempel und setzte ein Kreuz, weil es mein erster 400er war. Nach kurzem Geplauder mit Hartmut und zwei weiteren Randonneuren bei einem alkoholfreien Bier machte ich mich die letzten Meter mit dem Rad auf den Weg zur Pension. Leider passte keiner der Schlüssel, die mir die Wirtin gegeben hatte, ins Schloss der Gartentür, so dass ich sie leider aus dem Bett klingeln musste. Dass es eine separate Tür mit passendem Schloss für Gäste an andere Stelle des Grundstückes gibt, konnte ich nicht wissen. Habe ich aber gespeichert, falls ich wiederkomme, vielleicht im nächsten Jahr. Dieses Jahr zum 600er jedoch definitiv nicht, denn es macht keinen Sinn, so lange ich nicht das Sitzfleischproblem gelöst habe. Mehr als 10 verschiedene Sättel habe ich bereits probiert, lange, kurze, breite, schmale, harte, gepolsterte, sollte ich vielleicht auch auf eine Liegerad umsteigen? Nein, noch gebe ich nicht auf!        

Bike : 402 km | 3500 Hm | 17:02 h (Netto) | 23,6 km/h (Netto) | 19:43 h (Brutto) 











Startklar für mein erstes 400er Brevet

Nach einer 57 km Testfahrt vor 2 Tagen mit meinem Cannondale Synapse HiMod Rennrad war klar, dass der „harte“ Alurenner zu Hause bleibt und dass mich stattdessen der komfortable Carbonrenner auf der 400 km Strecke begleiten wird. Kurzentschlossen montierte ich gestern Abend sämtliche Taschen, die Lichtanlage und den Laufradsatz mit Nabendynamo an mein Synapse. Die 23 mm Conti GP 4000s II tauschte ich gegen nagelneue 28mm Reifen gleichen Typs aus. Als Sattel habe ich den SQlab 602 Active Trekking LE montiert und ich hoffe, dass er mich wieder so schmerzfrei trägt wie beim ersten 200er Brevet in Treuchtlingen. Diesmal werde ich komplett nach Gefühl pedalieren (müssen), ohne Powermeter und ohne Pulsgurt. Den Gurt habe ich zu Hause vergessen und die Montage des Leistungsmesser vom Cube ans Cannondale war mir zu aufwendig und zu riskant ohne ausgiebige Testfahrt, denn die Kurbelachsendurchmesser der beiden Räder sind unterschiedlich, so dass ich Adapterschalen hätte verwenden müssen. Damit hatte ich den Vergangenheit schon mal Probleme und starke Knackgeräusche im Tretlager. Sowas kann ich für morgen nicht gebrauchen.


Um 18 Uhr bin ich heute Abend in Warberg angekommen und übernachte in einer hübschen Privatpension, die nur 900 m von Start/Ziel entfernt ist. Ich bewohne ein geräumiges Zweibettzimmer und nebenan übernachten zwei weitere Randonneurskollegen, mit denen ich morgen früh – nach gemeinsamen Frühstück – an den Start gehen werde.


Die nette Wirtin hat mir nach meiner Ankunft und einer kurzen Einweisung ein leckeres Abendessen zubereitet, welches ich mir bei der Zimmerbuchung auswählen durfte. Da ich bereits heute Mittag üppig gespeist habe und mich morgen früh um 6 Uhr ein üppiges Frühstück erwartet, welches ebenfalls wunschgemäß zusammengestellt wird, sollten die Speicher für die ersten Stunden auf dem Rad ausreichend gefüllt sein. 


Die Wettvorhersage verheißt für Samstag und Sonntag bestes Radwetter, somit sind die äußeren Bedingungen schon mal optimal. Müssen nur noch Kopf, Körper und das Material mitspielen, ich bin optimistisch!  

Pfingstkilometer gesammelt

Freitag, Samstag und heute absolvierte ich jeweils über hügelige Kilometer und fühle mich damit gut vorbereitet für das 400 km Brevet in Warberg-Ostfalen am kommenden Samstag. 

Ich glaube es war die richtige Entscheidung das 400er Brevet in Treuchtlingen letzten Samstag abzusagen und mich in Warberg anzumelden. In erster Linie war es wichtig für meinen Kopf, mir den Druck zu nehmen. Der Tausender ist somit für dieses Jahr definitiv gestrichen. Die 400er-600er-1000er Serie in Treuchtlingen ist bzw. war mir zeitlich zu knapp hintereinander. Sollte ich das 400er bestehen, bleiben mir 4 Wochen bis zum 600er in Warberg, genügend Zeit zur Erholung, um nochmal ordentlich Kilometer zu sammeln und vielleicht als Superrandonneur die erste Brevetsaison zu beschließen. 

Heute habe ich nochmal experimentiert und den ISM Adamo Road Sattel von meinem Cannondale Rennrad montiert. So weit ich mich erinnere, bin ich damit letztes Jahr bis zu 250 km ohne Probleme gefahren, heute leider nicht. Ich hatte mir gestern Abend eine 170 km Runde zusammengebastelt, habe aber frühzeitig abgekürzt, weil sich mein Allerwertester bereits nach 60 Kilometern beschwerte. Somit bleibt es für nächsten Samstag beim SQlab 602, mit dem ich Fr und Sa zwar mit leichten Taubheitsgefühlen, dafür aber schmerzfrei unterwegs war. 

Ich werde mich jedoch nicht zufriedengeben und nochmal andere Sättel ausprobieren, zunächst einen Spezialiced Power Comp und dann sehen wir weiter.